Ab jetzt bin ich auf Achse - und ihr könnt hier immer sehen , was ich erlebe !!!

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Dienstag, 10. August 2010

3 Tage Urlaub in Tofino

Nach langer Zeit meld ich mich auch mal wieder. Es ist einiges passiert. Aber fangen wir von vorne an.
Seit Anfang Juli arbeite ich als Vollzeitkraft im Hostel Ocean Island in Victoria. Ist jetzt nicht der absolute Traumjob, aber Hauptsache es kommt Kohle rein und die Arbeit mit den Kollegen macht Spaß.

Vom 23. - 26. Juli hab ich mir zusammen mit einem Freund ein paar Tage Urlaub in Tofino gegönnt. Einfach wegfahren, weg von der Arbeit und mal wieder was Neues sehen.

Hab am 23. frühmorgens den Bus nach Nanaimo genommen und bin nach 2 Stunden Schlaf angekommen. Wurde dort schon von meinem Chauffeur im Cadillac erwartet. Dann hieß es erstmal Katerfrühstück besorgen (hatte die Nacht vorher ein bisschen zu viel Bier und Cola/Whisky :-)). Und dann gings endlich los in Richtung Tofino. Den ersten Halt haben wir an einem riesigen Bergsee irgendwo zwischen Nanaimo und Port Alberni gemacht. Natürlich mußten wir die Wassertemperatur gleich mal testen. Ich fand sie so akzeptabel, daß ich kurzerhand nur in Unterwäsche und Shirt baden gegangen bin. Ein erfrischendes Bad in einem klaren See hilft richtig gut gegen einen Kater. Nachdem ich mich auf dem Parkplatz unter den Augen von anderen Touristen umgezogen habe, ging es weiter. Richtig weit sind wir nicht gekommen. Haben paar Kilometer weiter ein netten Flußlauf entdeckt, so mit kleinem Wasserfall und allem drum und dran. Da mußten wir natürlich anhalten und Fotos machen. Versteht sich ja von selbst.
Irgendwann um die frühen Nachmittagsstunden haben wir es dann endlich bis nach Ucluelet geschafft. Dort hieß es erstmal Futter besorgen. Eine kleine Pizzeria kam da ganz recht. Nach der kleinen Stärkung, waren wir bereit für den Wild Pacific Trail. Schön über 2 Stunden unterwegs gewesen. Viele viele viele Bilder vom wellengepeitschten Pazifik gemacht, einen Seeadler gesehen, fast auf eine Schlange getreten (hab erstmal alles zusammengeschrien, ich hasse diese Biester) und am Strand die Füße im Wasser gekühlt. Dabei haben wir auch Patrick und seine Family gesehen, aber kein Spongebob weit und breit :-). Danach war es Zeit zum Long Beach zu fahren. Dort hieß es erstmal Wassertemperatur testen. War Sch...kalt, deshalb bin ich nur mit den Füßen reingegangen. Hat völlig zugereicht.
Irgendwann gegen Abend sind wir dann nach Tofino gefahren und uns dort in ein Motel eingecheckt für $100 die Nacht, Schnäppchen :-(


Der 2. Tag begann recht früh, da wir bis 11Uhr auschecken mußten. Also schnell alles zusammengepackt, Frühstück geholt und dann ab zum nächsten Strand. Entscheidung fiel schwer. Schlußendlich fiel die Wahl auf Schooner Cove und damit lagen wir goldrichtig, wie ich finde. Nachdem wir das Auto abgestellt hatten, gings erstmal eine halbe Ewigkeit quer durch den Regenwald. Nach ungefähr 45min sahen wir dann endlich Strand, Meer und alles was halt so dazu gehört. Im ersten Moment dachte ich bin im Paradies. Der Anblick war unbeschreiblich schön. Saß mindestens 30min einfach im Sand und habe alles aufgesogen. Einfach nur traumhaft. Irgendwann haben wir uns diesem Strand losreissen können und haben uns aufgemacht zum nächsten. Qualicum Beach war angesagt. Dort haben wir den Rest des Tages verbracht und uns einen schönen Sonnenbrand zugelegt. Haben das natürlich erst festgestellt, als es schon zu spät war. Die abendliche Dusche im Hostel war dann recht schmerzvoll.


Der 3. Tag begann diesmal etwas später. Gegen 11Uhr sind wir gemütlich aufgestanden, erstmal ab zur Rezeption unseren Aufenthalt um einen Tag verlängert, dann gemütlich Frühstück und einen entspannten Tag entgegen sehen. Sind gemütlich durch Tofino gelaufen, hier und da ein bisschen Shopping, was essen und nichts tuend am Hafen rumgesessen. Am späten Nachmittag konnten wir uns dann doch nochmal aufraffen etwas zu tun. Der Rainforest Trial stand an. Einmal komplett abgegangen, viele Bäume gesehen und fotografiert. Das wars. Abends hat uns dann der Hunger ein klein wenig gequält, also gings zum Pub in der Nähe vom Hostel. Lecker Poutine gegessen, ein kühles Bierchen genossen und entspannt den Tag ausklingen lassen.


Der letzte Tag empfing uns mit Regen und Nebel. Hat uns aber nicht davon abgehalten nochmal schnell zum Strand zu fahren und uns vom Meer zu verabschieden. Danach gings wieder in Richtung Nanaimo. Und je weiter wir fuhren umso mehr besserte sich das Wetter. Die Sonne hatte uns wieder. Spontan haben wir uns dann noch dazu entschieden, Cathedrale Cove zu besichtigen. Jahrhunderte alte Mammutbäume. Die ältesten Bäume in Kanada.Sehr beeindruckend. Kann die deutsche Tanne nicht mithalten. :-)
Gegen 15 Uhr waren wir dann wieder in Nanaimo. Und kurz vor 20 Uhr hatte mich Victoria nach 3 wunderschönen Tagen zurück.

Freitag, 2. Juli 2010

Canada Day

Happy Birthday Canada !!!!

On 1st July Canada became 143 years old. Time to celebrate...

Einmal im Jahr flippen die Kanadier richtig aus (und wenn ihre Mannschaft den Stanley Cup oder Eishockey-Gold bei Olympia gewinnen). An diesem Tag lassen sie so richtig die Sau raus. Ziehen sich in den Kanadafarben an, tragen stolz ihre Fahne oder zeigen auf andere Art und Weise, wie stolz sie auf ihr Land sind.

Ich musste leider bis 16:30 Uhr arbeiten. Während ich schön am Betten machen war, checkte mein Freund in der Zwischenzeit im Hostel ein und überraschte mich in meiner Pause. Als ich eeeeendlich Feierabend machen konnte, gings schnell unter die Dusche, und gegen 5 sind wir dann zusammen losgegangen. Erstmal schön zum Inner Harbour und Parliament Building, sehen was da abgeht. Überall Stände, Livemusik, feiernde Leute, viele Touristen,haufenweise herrlich bekloppte Kanadier...
Nur leider nirgendswo ein Bierstand, da es ja in Kanada verboten ist öffentlich auf der Straße zu trinken. Also haben wir beide beschlossen in den nächsten Pub zu gehen, um dort ein kühles Blondes zu uns zu nehmen. Zu doof, daß jemand seinen Perso-ausweis vergessen hat(braucht man um Alkohol zu bestellen). Also zurück zum Hostel, um Frau Betthaus Ausweis zu holen. Nachdem ich 3x durchgecheckt habe, ob ich diesmal auch alles dabei habe, sind wir zu einem netten kleinen Restaurant in der Nähe vom Hafen essen gegangen. Obwohl wir beide das falsche Essen bekommen haben, hat es trotzdem sehr gut geschmeckt und $38 für 2 Essen, ein Bier und zwei Cola ist recht günstig.

Danach sind wir wieder richtig in Richtung Hafen gegangen. In der Zwischenzeit wurden die Straßen am Empress Hotel und Parliament Building für den Verkehr gesperrt. Und da waren Massen an Menschen. Haben uns einen guten Platz direkt an der Hafenmauer ergattert, und warteten auf das Feuerwerk. Gegen halb 11 gings dann los. Zu klassischer Musik stiegen die Raketen gen Himmel. Aber das Beste kam noch. Als die Canada-Hymne ertönte, sangen Hunderte von Menschen aus vollem Hals mit. Gänsehaut-Feeling pur!!! Einfach nur unglaublich, wie stolz diese Menschen auf ihr Heimatland sind. Ein perfekter Abschluß für einen schönen Canada-Day !!!

Dienstag, 22. Juni 2010

My Happy Börthday

An alle nochmals ein MEGA herzliches Dankeschön für die Geburtstagswünsche !!!!

Meinen 28.Geburtstag in Kanada feiern zu können, ist, glaub ich, das schönste Geschenk was ich mir selbst machen konnte. Und ich werde diesen Tag in schöner Erinnerung behalten...

So gegen 10 Uhr hab ich mich laaaangsam ausm Bett geschält und bin unter die Dusche geschlurft. Nachdem ich halbwegs munter war, führte mich mein Weg zu Tim Horton's, lecker Frühstück holen: Kaffee (um ganz wach zu werden), Boston Cream und ein Danish Croissant. Verdammt süß und verdammt lecker... :-)

Zwischen 11 und 12Uhr hab ich meine sieben Sachen gepackt und bin (mal wieder) in Richtung Hafen gelaufen. Als ich vorm Parliament Building stand, hab ich mich mal spontan dazu entschlossen eine geführte Tour durch dieses wunderschöne Gebäude zu machen. Von aussen ist es schon atemberaubend, aber das Innenleben toppt das locker. Überall Goldverzierungen, Gemälde und herrliche Buntglasfenster. Der Architekt hat echt ganze Arbeit geleistet. Leider hat die Tour nur eine halbe Stunde gedauert. Hab mich danach, weil das ganze Gehen und Zuhören soooo anstrengend war, auf den Rasen davor gelegt und Sonne und ein gutes Buch genossen.

Irgendwann kam mir der Gedanke, daß ich ja noch gar nicht am Strand war. Das ging ja nun gar nicht. Also aufgestanden und ganz schnell in Richtung Beacon Hill Park. Und ich hatte endlich mal richtig gute Sicht auf die Berge, die hinterm Meer liegen. Herrlicher Ausblick auf die USA. Bin dann gemütlich am Meer entlang gegangen und hab einfach alles genossen. Einfach nur schön so nah am Pazifik zu sein.

Am Ogden Point hab ich dann erstmal wieder Rast gemacht und mich über die kleine Menschenmenge vor mir gewundert. Die haben die ganze Zeit aufs Wasser und zwischen die dort liegenden Baumstämme gezeigt. Hab mich da einfach mal mit hingestellt und was war zu sehen?! Ein Seeotter. Total drollig der Kleine. Hat sich da in aller Seelenruhe geputzt und sich absolut nicht von den dummen Touristen stören lassen. Soooooo süüüüüüüß...
Nach dieser netten Begegnung bin ich dann wieder in Richtung Parliament Building gegangen und dort angekommen, wieder schön auf den Rasen gepflanzt und relaxt.
Irgendwann meldete sich dann der Hunger. Also beschloss ich zurück zum Hostel zu spazieren. Unterwegs zog mich dieser böse kleine Souvenirladen magisch an und da mir eh kalt war, bin ich mal ganz spontan reingegangen. Hab mir eine Jacke, ein Aufnäher und ein Aufkleber geleistet. Alles in allem $25. Kleines Geschenk an mich selbst. Man gönnt sich ja sonst nix :-)
Im Hostel hab ich dann erstmal den Hunger mit einem Pasta- und Caesarsalat gestillt. Sehr lecker und nach dem ganzen Süßkram, was ich so den ganzen Tag in mich reingestopft habe, sehr gesund. Den Abend hab ich schön gemütlich ausklingen lassen.

Um es kurz zu fassen, einfach ein perfekter Geburtstag. Und ich 2 Wochen wird er in Tofino noch schön nachgefeiert... :-)

Sonntag, 13. Juni 2010

Alltag läuft

Die Tage laufen seit einiger Zeit immer gleich ab. Um 10 Uhr ausm Bett fallen, innerlich fluchen (weil man schon wieder zu spät aufgestanden ist), ins Bad huschen, zum Front Desk sprinten um einen Blueberry-Muffin und einen Kaffee abzugreifen und dann pünktlich 10.30 Uhr mit Frühstück in der Hand zum Dienst antreten.

Wenn man Pech hat, wird man zum Badezimmerreinigen abkommandiert. Ok manchmal kann das auch gut sein, da hat man wenigstens seine Ruhe und man kann sich seeeehr viel Zeit lassen. Da kann man locker 3 Stunden rumbringen. Meistens allerdings werde ich für die Private Rooms eingeteilt. Das heißt Betten abziehen, Betten zurecht machen, überall putzen, fegen und wischen. Mit der richtigen Musik im MP3-Player ist das easy going. Meistens sind wir damit bis 2, halb 3 beschäftigt. Danach erstmal Pause und dann kommt der ekligste Part. Überall im Haus die Mülleimer leeren und dann geht die Mülltrennung los. Danke an den Erfinder der Einweghandschuhe. Zum guten Schluß, quasi als Highlight, dürfen wir dann noch alle Etagen einmal durchfegen und -wischen. Halb 5 ist dann Feierabend. Für die Meisten klingt das jetzt nach einem entspannten Arbeitstag. Und ich muss sagen, yo ist es. :-)


Danach gehts erstmal ab unter die Dusche. Dann Buch, MP3-Player, und was sonst noch so wichtig ist, einpacken, Kaffee von Tim Hortons holen und sich dann irgendwo einen schönen Platz am Hafen, oder vorm Parliament Building oder sonstwo suchen und relaxen. Einfach die Seele baumeln lassen und das Leben geniessen. Und sich um nix Sorgen machen müssen. Höchstens ob man einen Sonnenbrand bekommt oder nicht.
Am Abend dann schön gemütlich im Hostel Cafe was essen (am liebsten Chicken Panini oder einen fetten Burger), und dann gaaaanz gemütlich den Tag ausklingen lassen...

Freitag, 11. Juni 2010

Ahoi


In the navy
Yes, you can sail the seven seas
In the navy
Yes, you can put your mind at ease
In the navy
Come on now, people, make a stand
In the navy, in the navy
Can't you see we need a hand

Die USS Ronald Reagon ist in der Stadt und mit ihr ein Haufen US-Marines. Ja, da gibts für uns Mädels was zu sehen. Kann mal jemand beim Chef der Truppe anrufen, die sollen doch mal bitte nach Hamburg kommen, wenn ich wieder da bin.

Montag, 7. Juni 2010

Trip nach Tofino

Ich liebe spontane Ideen. Am Mittwoch Plan gefasst an die Westküste von Vancouver Island zu fahren und Freitag schon sassen 3 Mädels im Mietwagen und machten sich auf den Weg nach Tofino. Und was das für ein schönes Auto war. Ein Ford Focus US-Version, Automatikgetriebe, Sitzheizung, Sonnendach, Klimaanlage... Hab mich glatt verliebt.

Freitag nachmittag gings los. Erstmal quer durch Victoria, auf den Canadian Highway No. 1 in Richtung Nanaimo an die Ostküste.

Nach ungefähr 120km, 2,5 Stunden und mind. 3 Pinkelpausen kamen wir dann gegen 9pm an. Kleiner Aufenthalt von 2 Stunden, weil ich jemanden wiedergesehen habe und gegen 11pm gings dann ab in die Berge an die Westküste. Ist schon lustig so eine Autofahrt im Gebirge, wenn so gar keine Zivilisation um einen ist. Da merkt man erstmal wie schwarz die Nacht doch werden kann und wie atemberaubend schön der sternenklare Nachthimmel sein kann. Irgendwann gegen 3am haben wir es dann endlich an unseren Strand geschafft und sind todmüde, mehr oder weniger gut im Auto eingeschlafen. 3 Stunden später war dann die Nacht auch schon wieder vorbei. Kaffee geholt und dann gings endlich zum Strand Long Beach. Am liebsten würde ich einen ganzen Aufsatz schreiben, wie wunderschön es dort war, aber mir fällt nur ein Wort ein: atemberaubend. Meer, Sandstrand, bewaldete Inseln vor der Küste, Urwald hinterm Strand, Surfer im Wasser, geile Wellen und ich mit meinem Füßen im Pazifik. Ich glaube ich habe ein Stück vom Paradies gesehen.


Den Rest des Tages sind wir einfach nur noch herum gefahren, standen im Regenwald, knuddelten mit Mammutbäumen, haben Fotos bei jeder möglichen Gelegenheit gemacht, und Sonne und warme Temperaturen genossen.

Nach über 850 gefahrenen Kilometern und 25 Stunden sind wir völlig übermüdet, aber superhappy wieder in Victoria angekommen, haben unser liebgewonnenes Auto abgegeben und dann hieß es nur noch: Dusche und Bett wir sind auf dem Weg. So müßten die Wochenenden immer sein...

Freitag, 28. Mai 2010

Victoria


so next station in my little journey.

Bin seit gut einer Woche in Victoria, der Hauptstadt von British Columbia. Recht nett hier, very british. Man könnte glatt meinen, man ist in einer verkleinerten Variante von London gelandet. Fehlt nur noch, daß die Queen hier irgendwo rumläuft.

Die erste Arbeit ist gefunden. Bin im Housekeeping im Hostel tätig. Ist jetzt nicht so spannend, aber ich bekomme Kost und Logie frei. Und es ist ein Anfang, sich langsam mal wieder ans Arbeitsleben zu gewöhnen. 3 Wochen rumgammeln und reisen reicht erstmal. :-(

Am Wochenende gings kurz nach Tofino. Bezauberndes kleines Fischerdorf. Schön klein und schön langweilig. War da nur für paar Stunden und schon hab ich die Großstadt vermisst. Nee, nix für mich.